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Gemüse Market Früchte Markt

10 kulinarische Insider – Tipps für Hamburg

Kulinarisch steht Hamburg Berlin in nichts nach, heißt es oft. Und ja, vielleicht sprießen im Norden neue kulinarische Konzepte, Superfood-Bars und Pop-Up-Restaurants nicht in ähnlich rasender Geschwindigkeit aus dem Boden wie in der Hauptstadt. Trotzdem hat Hamburg alles zu bieten, was das Genießer-Herz höher schlagen lässt – wenn nicht mehr! Los geht’s auf eine kulinarische Tour durch Deutschlands zweitgrößte Stadt.

Nach drei Jahren in der schönen Hansestadt Hamburg hat Lea Lüdemann den Schritt ins trubelige London gewagt.  Hier lebt sie nun, liebt gutes Essen, schöne Cafés und Yoga. Auf www.lealou.me teilt sie regelmäßig Rezepte mit ihren Lesern/-innen und schreibt über das Leben, Yoga, Mindfulness sowie gelegentlich über die Mode.

Banner-Bildnachweis: istockphoto.com/alexis84

Guten Morgen! Frühstück in der RAIN Cafeatery

Bei Kaffee, Granola und Frühstückseiern lässt es sich in der RAIN Cafeatery genüsslich in den Tag starten. Die Karte ist inspiriert von amerikanischen Frühstückstrends: Pfannkuchen mit Ahornsirup und „Eggs Benedict“ – pochierte Eier mit Sauce hollandaise – stehen auf der Karte, ebenso wie die obligatorische „Avocado on toast“. Der Kaffee in der RAIN Cafeatery kommt von Mr. Hoban’s, und wer es sich einmal an den Holztischen im dunkelgrünen Interior des Cafés gemütlich gemacht hat, der will hier so schnell nicht wieder weg. Muss ja auch nicht sein: Eine Mittagskarte sowie wechselnde Kuchen ergänzen die Karte, und am Abend werden Drinks gemixt.

Toast with avocado and egg

Bildnachweis: istockphoto.com/anaiz777

Geht immer: Café Knuth in Ottensen

Ob zum Frühstück, Mittag-, Abendessen oder für die Kaffee-und-Kuchen-Pause zwischendurch: Das Café Knuth ist immer einen Besuch wert. Neben einer Standard-Frühstück- sowie Salate- und Sandwich-Karte gibt es täglich wechselnde Gerichte, viele davon vegetarisch und allesamt von saisonalen Zutaten inspiriert. Blumenkohltarte mit Comte und Salat, oder Kichererbsen-Ragout mit Kirschtomaten, Rucola und Parmesan lassen nicht nur Vegetarierin das Wasser im Mund zusammen laufen – und falls es doch Fleisch sein soll, darf es vielleicht geschmorte Entenkeule mit Artischocken, Pilzen und Reis sein? Guten Appetit!

chickpeas stewed in tomato sauce

Bildnachweis: istockphoto.com/Yulia_Davidovich

Roh, vegan, gesund: MAD about juice in Winterhude    

Langsam, aber sicher schwappen auch die spätesten Superfood-Trends von Übersee nach Hamburg. Bei „MAD about juice“ gibt es nicht nur Smoothies und Säfte, sondern vor allem auch kunterbunte „Breakfast bowls“, zum Beispiel leuchtend lila-farbige „Açai-Bowls“ oder köstlicher veganer Chia-Pudding. Nicht nur „mad about juice“ werden wir hier, sondern verrückt nach allen der gesunden Köstlichkeiten!

healthy breakfast, smoothie in bowl

Bildnachweis: istockphoto.com/margouillatphotos

Über den Dächern von Wilhelmsburg: Café VJU im Energiebunker

Ob mit dem Fahrrad, dem Auto oder der S-Bahn: Wilhelmsburg ist immer einen Besuch wert. Den schönsten Blick über den Stadtteil, mitsamt Hafen und Elbe, hat man vom Energiebunker aus. In dessen Dachgeschoss hat sich mit Fensterfront und 360°-Panorama-Terrasse das Café Vju eingenistet, in dem hungrige Besucher mit frischen Waffeln, Kuchen, Snacks und Kaffee gestärkt werden und am Wochenende ein üppiger Brunch serviert wird. Zudem lädt das Café Vju zu wechselnden öffentlichen Veranstaltungen ein; die nächsten Termine und Infos zur Reservierung gibt es hier.

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Bildnachweis: Café VJU im Energiebunker

Badshah – liebstes indisches Restaurant in Hamburg

Nicht nur unter den Bewohnern des Hamburger Stadtteils St. Georg, sondern in der ganzen Stadt ist das Badshah bekannt – für seine traditionellen indischen Speisen, für die fairen Preise, und dafür, dass es dort so herrlich unaufgeregt zugeht. Mehr ein Imbiss als ein Restaurant, wird im Badshah am Tresen bestellt und von Schalentabletts gegessen. Die Speisekarte beinhaltet nord-indische Spezialitäten, allen voran „Thali“, bunt zusammen gewürfelte Gerichte, die mit Reis, Linsen und Joghurt serviert werden. Nicht zu unterschätzen sind auch die simplen „Papadams“, frittierte Fadenbrote aus Linsenmehl. Wr es klassisch mag, liegt mit Chicken Tikka immer richtig.

Indian Food Selection

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Mittagstisch – ohne Tisch: Lunch to go in der Klappe

Wenn es mal schnell gehen muss oder ein strahlend blauer Himmel über Hamburg zum Mittagessen im Park einlädt, lohnt sich ein Besuch in der „Klappe“. Wobei „in“ nicht ganz richtig ist: „Bei“ der Klappe sollte es vielmehr heißen. Denn einen Innenbereich hat die Klappe gar nicht. Das außergewöhnliche Gastro-Konzept besteht aus einer Küche mit großem(-r) Fenster(klappe), durch das die Besucher ihre Bestellung aufgeben und kurz darauf ihr Mittagessen serviert bekommen, und zwar to go. Die Karte mit jeweils vier Speisen wechselt alle zwei Tage, und neben deftigen Klassikern wie Wiener Schnitzel und Hühnerfrikassee gibt es immer auch mindestens ein vegetarisches Gericht, eines mit Fisch und gelegentlich einen Nachtisch.

Stüdemanns Kaffee- und Teeladen

Wer auf der Suche nach süßen Geschenkideen ist oder sich selbst eine kleine Freude machen möchte, ist in Stüdemanns Kaffee- und Teeladen bestens aufgehoben. Inmitten auf dem trubeligen Schulterblatt im Schanzenviertel gelegen, scheint bei Stüdemanns die Zeit stehen geblieben zu sein. 1954 eröffnete der Kaffee-, Tee-, Pralinen- und Gebäckladen – und seitdem hat sich am Konzept und Interior nicht viel verändert. Feinste Trüffel, köstlich duftender Tee und Geschenkartikel rund um das Thema Genuss lösen beim Besucher Nostalgie-Gefühle aus. Wunderschön!

Ein Muss für Genießer: der Isemarkt

Wahre Gourmets treffen sich Dienstags und Freitags unter den Bahnschienen der U-Bahnlinie 3, zwischen Hoheluftbrücke und Eppendorfer Baum: auf dem Isemarkt. Dort reihen sich Bäcker an Fischhändler an Käseverkäufer an Gemüsehändler. Das Angebot kann einen beim ersten Anblick zunächst einmal etwas aus der Bahn werfen, doch es lohnt sich, den gesamten Markt entlang zu schlendern. Unter das Essensangebot reihen sich Kaffeestände und Blumenhändler, sodass aus einem geplant kurzen Wochenmarktbesuch ruck, zuck ein Halbtagesausflug wird. Eine wahre Institution ist Bonbon Pingel, seit fast 60 Jahren verkauft Familie Pingel sündig süße Süßwaren aus eigener Herstellung auf dem Isemarkt. Besucher finden hier alles, was das süße Herz begehrt: Kekse, Bonbons, Trüffel und Pralinen.

Selling bread

Bildnachweis: istockphoto.com/NickNick_ko

Ausflugsziel Entenwerder: Kaffee mit Elbblick bei Entenwerder 1

„Das schwimmende Café“ wird Entenwerder 1 oft auch genannt, denn das gemütliche kleine Café mit großem Außenbereich liegt auf einem Ponton in der Elbe unterhalb von Rothenburgsort. Am einfachsten, und zweifellos auch am schönsten, ist die Anreise per Fahrrad: Wer aus der Stadt zu Entenwerder 1 radelt, wird dort mit hausgemachtem Kuchen und kleinen Speisen, Kaffee der „Public Coffee Roasters“ und – gratis dazu – mit einem fantastischen Ausblick über die Elbe belohnt.

Und was ist mit Fischbrötchen?

Die gibt es im authentischsten Ambiente auf dem Altonaer Fischmarkt! Unweit der Reeperbahn tummeln sich Sonntag morgens ab 5 Uhr (7 Uhr im Winter) Fischver- und einkäufer, vom Feiern erschöpfte Nachtschwärmer und abenteuerlustige Touristen. Ohne Besuch auf dem Fischmarkt sei ein Aufenthalt in Hamburg nicht komplett, heißt es oft, und in der Tat könnte sich Hamburg kaum mehr nach Hamburg anfühlen, wenn sich zwischen Elbe und St. Pauli der Geruch von frischem Fisch mit Marktgeschrei auf norddeutschem Platt in der Luft vermischt. Ein Erlebnis für alle Sinne!Fishmarket, Hamburg docklands

Bildnachweis: istockphoto.com/petejeff

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