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Rio

5 Plätze, die man in Rio unbedingt sehen muss

Rio de Janeiro war der Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2016. Wir haben hier die fünf ultimativen Geheimtipps, die man in Rio unbedingt sehen muss, zusammen gestellt.

Jörg Pasemann ist der Gründer vom Reiseblog BREITENGRAD53. Als Reise-Journalist fühlt er sich überall in der Welt zu Hause, liebt die Natur, Abenteuer und neue Kulturen. Im Reisegepäck sind immer Foto- und Videokamera dabei, um die schönsten Orte und Länder der Erde festzuhalten

Banner-Bildnachweis: iStock.com/MIHAI ANDRITOIU

1. Niterói

Niterói ist eine kleine Stadt mit knapp 500.000 Einwohnern in unmittelbarer Nähe zu Rio de Janeiro, die mit der Fähre in knapp 15 Minuten ganz bequem zu erreichen ist. Auf der Bootstour nach Niterói hat man einen perfekten Blick auf den Zuckerhut und auf die Guanabarabucht. Die Stadt selbst ist keine Touristenhochburg, hat aber einige sehr schöne Ecken, für die es sich lohnt, die „große Schwester“ Rio de Janeiro für ein paar Stunden zu verlassen.

Absolutes Highlight in Niterói ist die Festung von Santa Cruz (Forteleza de Santa Cruz), die 1555 gebaut worden ist, um Rio de Janeiro vor den Holländern und Franzosen zu schützen. In Brasilien gehört die Festung zu den bedeutendsten und besterhaltensten Gebäuden dieser Art, die außerdem den wohl großartigsten Blick auf Rio de Janeiro bietet.

Ein weiteres Highlight in Niterói sieht aus wie ein Ufo und ist eine der Hauptattraktionen der Stadt. Das Museum für moderne Kunst (Museu de Arte Contemporânea), kurz MAC genannt, wurde 1996 von Oscar Niemeyer entworfen, einem der berühmtesten Architekten Brasiliens. Das Museum zeigt Zeitgenössische Kunst und beinhaltet unterschiedliche Künstler, die ständig wechseln.

Rio - Ausblick

Bildnachweis: iStock.com/Carlos Pinheiro

2. Die Confeitaria Colombo

Die Confeitaria Colombo ist ein Kaffeehaus von 1894 im Herzen von Rio de Janeiro in der Nähe der Avenida Rio Branco und der Avenida Presidente Vargas und ist eine der Sehenswürdigkeiten Brasiliens. Wer hier seinen Kaffee trinkt, der versinkt in dem historischen Gebäude in die Welt des Fin de Siècle und der Belle Époque. Im schönsten Kaffeehaus der Stadt waren die meisten brasilianischen Präsidenten zu Besuch. Das Kaffee selbst glänzt im Inneren mit gigantischen Spiegeln aus Belgien, Bodenfliesen aus Portugal, italienischen Marmortischen und französischem Porzellan. Die Confeitaria Colombo ist in der Rua Gonçalves Dias zu finden.

3. Der Strand von Ipanema

Der Evergreen „The Girl from Ipanema“ ist ein Bossa-Nova, der für das brasilianische Lebensgefühl steht. Komponist Antônio Carlos Jobim hat mit dem Lied den Strand von Ipanema in Rio de Janeiro weltberühmt gemacht. Doch auch ohne Musik gehört der Traumstrand zu den Orten in Rio, die jeder bei einem Besuch der brasilianischen Metropole gesehen haben muss. Der Strand von Ipanema liegt neben der ebenfalls weltberühmten Copacabana. Das am Strand liegende Stadtviertel gehört inzwischen zu den gehobenen Wohngebieten der Stadt und so ist es kein Wunder, dass am Strand von Ipanema die Reichen und Schönen zu finden sind.  Doch das Klientel des berühmten Strandes geht über alle Stadtteile und soziale Schichten: Jung, sexy, körperbewusst oder leidenschaftlich. Am Strand von Ipanema finden Besucher eine ausgelassene, fast klassenlose Gesellschaft, die Tag für Tag ein besonderes Naturschauspiel verfolgen. Der Sonnenuntergang an den Stränden von Rio ist spektakulär, weil der große Sonnenball ganz langsam hinter der atemberaubenden Hügellandschaft verschwindet. Mit dem richtigen Getränk in der Hand, ein unvergessliches Erlebnis in Rio de Janeiro.

Sonnenuntergang in Ipanema Beach

Bildnachweis: iStock.com/dabldy

4. Die Metropolitan Cathedral of Saint Sebastian

Die „Catedral de São Sebastião“ (Kathedrale von Rio de Janeiro) sieht aus wie eine Pyramide und gehört damit zu den ungewöhnlichsten Kirchengebäuden der Welt und ist das heimliche Wahrzeichen von Rio de Janeiro. Die Kathedrale wurde von 1964 bis 1979 gebaut und bietet Platz für 20.000 Menschen. Die besondere Architektur macht die Kathedrale so sehenswert, weil sich im Inneren ein 92 Meter hoher offener Raum mit einem Durchmesser von 96 Metern befindet, der aufgrund der Pyramidenform ohne tragenden Säulen auskommt. Das Design stammt von den Architekten Burle Marx und Edgar Fonseca, die sich von den Pyramiden im mexikanischen Yukatan inspirieren ließen. Ein 18 Meter hohes Portal mit 48 Bronze-Platten Szenen der Bibel bilden den Eingang zu Kathedrale.

Metropolitan Cathedral of Saint Sebastian

Bildnachweis: iStock.com/Celso Pupo Rodrigues 

5. Santa Teresa

Der Stadtteil Santa Teresa in Rio de Janeiro liegt auf einem Hügel mitten in der Stadt und ist vor allem bei Künstlern und Touristen sehr beliebt. Wer hier ist, kann ganz gemütlich durch die engen und kurvenreichen Straßen schlendern und eine der vielen kleinen Bars oder Restaurants besuchen. Santa Teresa gehörte noch vor ein paar Jahren zu den unbeliebteren Wohngegenden der Stadt und wurde als Künstlerviertel nach und nach wieder beliebter. Zahlreiche Ateliers, Galerien oder auch kleine Museen haben Santa Teresa geholfen, das schmutzige Image abzulegen und so ist ein Besuch des Stadtteils absolut empfehlenswert.

Auf keinen Fall darf man bei einem Besuch von Santa Teresa eine Fahrt mit der „Bonde“ verpassen. Die antike Straßenbahn ist seit 1877 in Betrieb, die damit zu einer der ältesten Straßenbahnlinien der Welt gehört. Da fühlt man sich zu Zeiten von Olympia 2016 gleich in die gute alte Zeit versetzt.

Rio Innenstadt

Bildnachweis: iStock.com/marchello74

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