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Die 10 schönsten griechischen Inseln

Wie viele Inseln hat Griechenland? Auf jeden Fall mehr als 3000! Über 100 von ihnen sind ganzjährig bewohnt – und jede ist anders. Da finden Sie garantiert Ihr Traumziel und Ihren Traumstrand.

Der Bremer Reisejournalist Klaus Bötig ist einer der besten Griechenlandkenner weltweit. Mehr als 70 Bücher hat er schon über Hellas geschrieben, dazu zahlreiche Reportagen für Zeitungen, Zeitschriften und Bordmagazine. Fünf Monate im Jahr ist er dort stets auf Achse, kennt fast alle Inseln, Städte und Buchten.

Banner-Bildnachweis: Klaus Bötig

Korfu

Eine der schönsten griechischen Inseln ist Korfu, bedeckt mit jahrhundertealten Olivenwäldern ist es auch die grünste Insel Griechenlands. Kurvenreiche Straßen winden sich auf vielen Hügel auf und ab, führen alle paar Minuten zu neuen Aussichtspunkten mit Blick auf nahe Inselzwerge und die Zweitausender des Festlands gegenüber. Unter schroffen Steilküsten ziehen sich Sandbänder entlang und weite Buchten werden von Sand umrahmt. Weit über 100 Dörfer erzählen von längst vergangenen Zeiten, die elegante Inselhauptstadt Kerkyra hat sich ihren alten venezianischen Glanz bewahrt und ist doch sogleich ein modernes Shopping-Paradies.

Die griechische Insel Korfu

Bildnachweis: Klaus Bötig

Zakinthos

Einige der schönsten Strände Griechenlands säumen die eine Inselhälfte, grandiose Steilufer die Andere. Meeresschildkröten legen an den Stränden eines Meeresnationalparks ihre Eier ab, mit Booten fährt der Urlauber in die Blaue Grotten hinein und zum Shipwreck Beach, wo ein alter Frachter im Sand versinkt. Für Taucher sind die steilen Felsabfälle mit ihren Grotten ein Dorado. Von der charmanten Inselhauptstadt fahren Fähren zum nahen Peloponnes hinüber, wo man mit dem Mietwagen leicht die antike griechische Stadt Olympia erreicht, weltberühmter Geburtsort der Olympischen Spiele.

Strand Meer Zakinthos

      Bildnachweis: iStock.com/MuYeeTing

Kos

Vom Party-Strand bis zur völlig einsamen Bucht hat das kleine Kos dicht vor der kleinasiatischen Küste dem Urlauber alles zu bieten. Selbst kilometerlange Sandbänder sind noch völlig unverbaut, zwischen den Hotels grasen Kühe. Wind- und Kitesurfer sind hier fast schon im Paradies gelandet, Antikenfreunde ebenso. In der Inselhauptstadt liegen die Überreste aus dem Altertum wie Parks zwischen der modernen Bebauung. Moscheen und Kirchen stehen friedlich nebeneinander, von der Bar Street aus fällt der Blick über den antiken Markt. Mit dem Asklipieion besitzt die Insel eine der schönsten antiken Stätten der Ägäis: Zwischen wiederaufgerichteten Säulen geht der Blick hindurch auf viel Grün und übers Wasser hinüber zur bizarren Felslandschaft der türkischen Küste.

Insel Kos

Bildnachweis: Klaus Bötig

Mykonos

Das mondänste griechische Eiland trumpft mit tollen Sandstränden auf. Das blendend weiße Inselstädtchen mit seinen verwinkelten Gassen scheint einem Bilderbuch entsprungen, das Nightlife hat es in Hellas nicht seinesgleichen. Galerien und Boutiquen sind bis weit nach Mitternacht geöffnet, große Disco-Clubs servieren gar Frühstück. Hotels, Bars und Restaurants erreichen höchstes Niveau, die Preise leider auch. Das lockt viele Promis an: Auch Kate Hudson, Mick Jagger, Roman Polanski und Sami Khedira waren schon hier.

Windmühlen auf Mykonos

Bildnachweis: iStock.com/afinocchiaro

Rhodos

Rhodos steckt voller Sehenswürdigkeiten. Die Inselhauptstadt ist noch völlig von ihren hohen, fast 4 kilometerlangen mittelalterlichen Mauern umgeben. Auf dem absatzfeindlichen Pflaster ihrer engen Gassen können Sie sich auf eine Zeitreise begeben: Antike, Byzanz, Kreuzritterzeit und Osmanenherrschaft sind hier eng miteinander verwoben, kein Neubau stört das Bild. Ein Kranz von Ritterburgen umgibt die ganze Insel mit ihrer Vielzahl exzellenter Sand- und Kiesstrände. Überreste antiker griechischer Städte gibt es gleich vierfach, wobei Lindos am fotogensten erscheint: Da steht ein antiker Tempel in einer Kreuzritterburg auf steilem Fels hoch über einem blendend weißen Dorf und einem goldgelben Strand.

Die griechische Insel Rhodos

Bildnachweis: Klaus Bötig

Naxos

Ein feiner Sandstrand beginnt beim ganz mittelalterlich anmutenden Inselstädtchen Chora und endet erst über 20 Kilometer weiter südlich in den Dünen von Psili Ammos. Viel Antikes ist zu sehen, fast 1000 Jahre alte Kirchlein verstecken sich in Olivenhainen unterm über 1000 Meter hohen, leicht zu erklimmenden Gipfel des Zas. Wer Stille sucht, findet sie leicht: Die Hälfte der Insel ist noch nahezu straßenfrei.

Naxos Küste

Bildnachweis: iStock.com/VvoeVale

Santorini

Santorin ist weltweit einzigartig. Ein gewaltiger Vulkan hat sich hier vor über 3500 Jahren selbst in die Luft gesprengt, hinterließ nur Kraterränder. Später brach die Ägäis in diese Caldera ein, zergliederte sie in drei Teile, dessen größter Teil jetzt Santorin heißt. Seine Bewohner erbauten ihre Häuser und viele Kapellen mit blauen Kuppeln direkt am 300 m hohen Kraterrand. Als schneeweißes Band ziehen sie sich bei Tage über den rötlich schimmernden Steinwänden entlang, muten bei Nacht wie eine Sternenkette an. In den weichen Bimsstein gruben sich die Menschen unzählige Höhlenwohnungen. Viele von ihnen sind heute exklusive Hotels. Zum Baden fährt man auf die andere Inselseite mit grauen, weißen und roten Lava- und Aschestränden – und dazwischen wächst der unvergleichliche santorinische Wein.

Kirche Santorini

Bildnachweis: iStock.com/marchello74

Samos

Natur pur, Hunderte von Kilometern alter Wanderpfade, gleich drei schöne Städtchen und Badestrände für jeden Geschmack zeichnen die Insel aus, die vor allem für ihren Dessert- und Messwein berühmt ist. Fast 5000 ihrer Bewohner sind Winzer, die vielen alten Bergdörfer entsprechend belebt. Die Hänge der beiden, bis zu 1433 meterhohen Gebirgszüge sind teilweise dicht bewaldet, an den Stränden reicht das Grün oft bis direkt ans Wasser heran. Sandig sind nur zwei Strände, fein- bis grobkieselig die Anderen. Die meisten säumen winzige Buchten, manche sind nur zu Fuß oder mit dem Boot zu erreichen. Vathy, Kokkari und Pythagorio sind die drei grundverschiedenen, auf ihre Art alle bildschönen Städtchen. Gleich zwei Museen präsentieren die archäologischen Schätze, viele davon aus dem Heraion, einem der einst größten Tempel des Landes. Sensationell ist der über 1 kilometerlange und 2500 Jahre alte Tunnel des Eupalinos, der ab 2017 wieder zugänglich ist: Wie bei modernen Tunneln wurde mit seinem Bau von beiden Enden aus gleichzeitig begonnen. Man traf sich in der Mitte des Berges.

Die griechische Insel Samos

Bildnachweis: Klaus Bötig

Lesbos

Die zweitgrößte griechische Insel steckt voller Überraschungen. Eine Hälfte ist üppig grün, die andere wüstenhaft kahl. Thermalquellen speisen Kurbäder aus römischer, byzantinischer und osmanischer Zeit, im Versteinerten Wald sind Baumstämme und Blätterreste über 20 Millionen Jahre alt. Am sandigen Traumstrand von Eressos wurde Sappho geboren, die erste Dichterin der Literaturgeschichte, beim beliebtesten Urlaubsort Molyvos spielt mit Daphnis und Chloe einer der schönsten Liebesromane des Altertums.

Kirche in Lesbos

Bildnachweis: iStock.com/Anna_Jedynak

Kreta

Die größte griechische Insel gleicht einem Hochgebirge im Meer. Vier Gebirgsketten, alle über 2000 meterhoch und von November bis März mit Schnee bedeckt, durchziehen den 260  kilometerlangen Koloss. Zwischen der Costa Touristica an der Nordküste und den wenigen stillen Stränden an der Südküste liegen Welten, in vielen Bergdörfern scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Mehr archäologische Schätze von Weltrang hat keine andere griechische Insel zu bieten, die Altstädte von Rethimno und Chania gehören zu den schönsten des Landes. Ein Mietwagen ist hier unerlässlich.

Küste Kreta

Bildnachweis: iStock.com/Olga_Gavrilova

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