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Palace of Catalan Music is a concert hall in Barcelona, Spain. Designed in the Catalan modernista style by the architect Llu??s Dom??nech i Montaner, it was built between 1905 and 1908.

Die schönsten Veranstaltungsorte der Welt

Vor kurzem trat die Rocklegende Dave Gilmour in dem berühmten Amphitheater von Pompeji auf – ein einzigartiges Konzert, das uns dazu veranlasst hat die spektakulärsten Veranstaltungsorte der Welt zusammenzutragen. Plötzlich wirkt das Wembley-Stadion da ziemlich langweilig…

Tamara Hinson ist eine freischaffende Reisejournalistin aus dem südenglischen Surrey und schreibt neben Bordmagazinen und Reisewebseiten für Zeitungen wie den Telegraph und den Guardian. Sie liebt es abseits der ausgetretenen Pfade zu wandeln, was sie bereits an einige untypische Orte geführt hat, zu denen auch Nordkorea und Benin zählen.

Banner-Bildnachweis: istockphoto.com/MarcPo

Red Rocks Amphitheater, Colorado, USA

Gibt es einen Ort, an dem man seiner musikalischen Ader besser freien Lauf lassen kann, als in einem Auditorium, das vollständig aus einem riesigen Felsbrocken geschlagen wurde? Diese einmalige Location finden Sie in Colorado, wo sie seit mehr als 100 Jahren als Veranstaltungsort für Konzerte genutzt wird. Die Gründer behaupten, dass es sich hierbei um das einzige natürliche Amphitheater der Welt handelt, das tatsächlich akustisch perfekt ist, und zahlreiche Musiklegenden unterstützen diese Meinung, denn hier spielten bereits die Beatles, Ringo Starr, Jimi Hendrix, Sonny und Carole King. Sie fragen sich worin das Geheimnis dieser einzigartigen Akustik liegt? Es sind die riesigen Monolithen, die scheinbar wie eine natürliche Surround-Anlage wirken.

Red Rocks Natural Amphitheater in Morrison Colorado

Bildnachweis: istockphoto.com/RoschetzkyIstockPhoto

Palau de la Música Catalana, Barcelona, Spanien

Dieser wunderschöne, spanische Konzertsaal wurde ab dem Jahr 1905 als Aufführungsort eines lokalen Gesangvereins gebaut und größtenteils durch die Oberschicht von Barcelona finanziert, sodass er mit seinen bunten Glasgemälden, den beeindruckenden Mosaiken und seinen Marmortreppen Extravaganz auf höchstem Niveau ausstrahlt. Mit Platz für 2.200 Besucher handelt es sich um das einzige Auditorium Europas, das am Tage ausschließlich mit natürlichem Licht beleuchtet wird, was einer riesigen, kunstvoll gestalteten Glasdecke zu verdanken ist.

 

Palau de la Música in Barcelona, Spanien

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Die königliche Oper, Kopenhagen, Dänemark

Fünf der vierzehn Stockwerke dieser riesigen Oper befinden sich unter der Erde. Das Gebäude ist als Gemeinschaftsprojekt entstanden, denn während es vom dänischen Architekten Henning Larsen entworfen wurde, gab es auch zahlreiche andere Künstler, die sich hier verewigt haben. Der dänische Maler Per Kirkeby schuf vier Reliefs aus Bronze und der Bildhauer Olafur Eliasson schuf die Skulpturen in der Lobby. Bei dem Design wurden keine Kosten gescheut – das Hauptgebäude wurde in deutschen Jura-Gelb Kalkstein eingehüllt, das Foyer aus sizilianischem Perlatino Marmor gefertigt und die Decke im großen Saal ist mit 105.000 Bögen 24-karätigem Blattgold bedeckt.

Die königliche Oper in Kopenhagen, Dänemark

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Markgräfliches Opernhaus, Bayreuth, Deutschland

Als eines der weltweit am besten erhaltenen Opernhäuser aus dem 18. Jahrhundert, hat es das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth auf die Weltkulturerbeliste der UNESCO geschafft. Von dem Architekten Joseph Saint-Pierre erbaut, waren bisher erstaunlich wenige Reparaturen notwendig. Ein Großteil der ursprünglich verwendeten Materialien konnte erhalten werden, wobei es sich fast gänzlich um Holz und Leinwand handelt. Unter den wenigen fehlenden Originalteilen findet sich tatsächlich fast nur der Vorhang, denn dieser wurde 1812 von den Truppen Napoleons entfernt. Das Opernhaus war der Auslöser für Wagners Entscheidung zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts nach Bayreuth zu kommen und die Stadt zum Austragungsort seiner berühmten Festspiele zu machen.

 

Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth, Deutschland

Bildnachweis: istockphoto.com/manfredxy

St. Michael Höhle, Gibraltar

Dieser ungewöhnliche Konzertsaal gibt dem Begriff „Underground-Musikszene“ eine völlig neue Bedeutung. Hierbei handelt es sich um eine Höhle aus Kalkstein, die tief im Fels von Gibraltar zu finden ist. Die erste schriftliche Erwähnung geht ins Jahr 45 nach Christus zurück, als der römische Geograph Pomponius Mela davon sprach. Zu Viktorianischen Zeiten wurde die Höhle von Einheimischen für Hochzeiten, Picknicks und Duelle bei Kerzenlicht genutzt. Danach wurde sie nicht mehr beachtet, bis sie im Jahr 1942 bei einer Felssprengung wieder entdeckt wurde, bei der umliegende Höhlen in eine Notfallklinik für die Streitkräfte umgewandelt werden sollten. Inzwischen haben zahlreiche Pop und Rock Bands in der Höhle gespielt und auch Opern und Musicals werden regelmäßig aufgeführt, wie zum Beispiel Les Miserables im Jahr 2012.

St. Michael Höhle in Gibraltar

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Dalhalla Amphitheater, Rättvik, Schweden

Aufgrund seiner Lage in einem Kalksteinbruch ist es vielleicht nicht überraschend, dass das Dalhalla Amphitheater in Schweden nur im Sommer für regelmäßige Rock, Jazz und Pop Konzerte genutzt wird. Dank seiner einmaligen Akustik gehört der Steinbruch zu den besten Freilichtbühnen Europas und ganz sicher auch zu den spektakulärsten, was vor allem an dem grünen Wasser liegt, welches das Publikum von der Bühne trennt (und eine abschreckende Wirkung auf Crowdsurfer hat), und an der herrlichen Kulisse aus leuchtend weißem Kalkstein.

 

Walt Disney Konzerthalle, Kalifornien, USA

Die Außenverkleidung dieser von Frank Gehry entworfenen Konzerthalle erwies sich als unheimlich reflektierend, so sehr sogar, dass sich Bewohner umliegender Wohnungen darüber beschwerten, dass es bei ihnen am Tage unerträglich heiß werden würde, und manche Stellen auf dem Asphalt bis zu 60 °C erreichten. Das Außendesign erwies sich als parabolischer Spiegel, der das grelle Sonnenlicht reflektierte, sodass die Architekten gezwungen waren die Außenverkleidung abzuschleifen. Der Innenraum ist gleichermaßen spektakulär und beeindruckt mit Wand- und Deckenverkleidung aus Douglasienholz und einem wunderschönen Eichenboden. Das auffällige Gebäude war bereits in zahlreichen TV-Sendungen und Filmen zu sehen, wie zum Beispiel bei den Simpsons, Iron Man und Glee.

Walt Disney Konzerthalle in Kalifornien, USA

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Ephesus, Alacati, Türkei

Diese eindrucksvolle römische Ruine ist mehr als nur ein altes Amphitheater, denn sie ist der spektakulärste Veranstaltungsort der Türkei und wahrscheinlich auch der ganzen Welt. Im zehnten Jahrhundert vor Christus erbaut, war in dem großartigen Amphitheater von Ephesus einst Platz für 25.000 Zuschauer. Bis heute wird es als Veranstaltungsort genutzt, sodass musikalische Größen wie Elton John, Ray Charles, Sting und Diana Ross bereits die Ehre hatten hier aufzutreten. Die Akustik soll so gut sein, dass selbst Besucher in der letzten Reihe eine Stecknadel fallen hören können und Forscher der Akustik griechischer Amphitheater erwähnen Ephesus immer wieder in ihren wissenschaftlichen Arbeiten.

Ephesus in Alacati, Türkei

 Bildnachweis: istockphoto.com/searagen

Auditorium Parco Della, Rom, Italien

Diese UFO-ähnliche Musikstätte gehört zu den Werken des renommierten, italienischen Architekten Renzo Piano. Es gibt drei Konzertsäle und eine Bühne im Außenbereich, die im Design eines antiken, griechischen Amphitheaters gestaltet wurde. Das hat auch einen guten Grund, denn während des Baus entdeckten Arbeiter die Überreste einer Villa aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus, die nun in einem Museum auf dem Gelände bestaunt werden kann. Mit mehr als zwei Millionen Besuchern pro Jahr gehört das Auditorium zu den meistbesuchten Musikstätten der Welt.

Auditorium Parco Della in Rom, Italien

Bildnachweis: istockphoto.com/PippaWest

 

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