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Beautiful view of Vancouver, British Columbia, Canada

Kanada Rundreise: Die 30 besten Reiseziele

Unendliche Flüsse, Wälder und Seen, die in smaragdfarben im Sonnenlicht schimmern, verschneite Gebirge oder die raue Wildnis – das sind die besonderen Dinge, die Reisende in Kanada erwarten. Im Land mit großartiger Natur finden Sie nicht nur Ruhe, sondern auch endlose Freiheit und Abenteuer. Unterschiedlichste Routen laden ein, das Land zu entdecken. Um Kanada von seiner wilden Seite zu erleben, mietet man sich am besten ein Auto für eine Kanada Rundreise. Ganz individuell und in der eigenen Reisegeschwindigkeit kommt man so der Freiheit und dem Abenteuer ein Stückchen näher. British Columbia an der Westseite Kanadas ist eine der schönsten Regionen des Landes. Einige der schönsten Routen stelle ich hier vor.

Greta Pasemann hat in ihrem Leben viele Länder auf dieser Welt gesehen. Sie reist leidenschaftlich gern und ist Autorin für den Reiseblog breitengrad53.de und arbeitet für verschiedene Firmen als Marketing-Spezialist. Greta liebt die Natur und entspannt sich gern beim Wellenreiten.

Banner-Bildnachweis: istockphoto.com/mfron

British Columbia

An der Westküste in British Columbia darf man auf keinen Fall die Rocky Mountains verpassen. Der höchste Berg, der Mount Robson, ist 3.950 Meter hoch und lädt jedes Jahr einige wenige Abenteurer ein, ihn zu besteigen. Wer sich der Herausforderung stellen möchte, muss mit unwegsamen Gelände rechnen – der Gipfel ist schwer erreichbar. Ob Nordrundtour, ein Roadtrip durch die Weinberge oder auf die Suche nach Goldgräbern zu gehen – für jeden Geschmack gibt es unterschiedlichste Routen in British Columbia.

Joffre See Kanada British Columbia

Bildnachweis: istockphoto.com/bjuerges

Die Nordroute in British Columbia

Eine sehr schöne Route führt durch die Kootenay Rockies. Beeindruckende Natur, lässt sich hier wunderbar in den vielen Nationalparks entdecken. Auch heiße Quellen oder die Seen in den Bergen laden zu Ausflügen ein.

Diese Nordroute führt von Prince George nach Hudson’s Hope und Dawsons Creek. Von Fort St. John fährt man weiter nach Watson Lake, besucht den Telegraph Creek und letztlich den Stikine Canyon. Für die Strecke von etwa 3.200 km sollte man sich mindestens zehn Tage Zeit nehmen.

Grand Canyon Stikine River in British Columbia

Bildnachweis: istockphoto.com/bobloblaw

Rocky Mountains entlang der Weinberge

Die Route durch die Berge und entlang endloser Weinberge besticht besonders durch die Artenvielfalt in den Feuchtgebieten. Außerdem findet man auch hier heiße Quellen und einige der besten Weingüter Kanadas. Wer es sportlich liebt, hat hier die Möglichkeit Golf zu spielen.

Die Route startet im Golden und Yoho National Park und führt entlang der heißen Quellen in Fairmont in Richtung Kimberley. Weiter geht es von Cranbrook nach Nelson in die Okanagan-Region mit den Weingütern. Über Revelstoke gelangt man mit dem Auto zurück nach Golden. Wer langsam reist, sollte sich zehn Tage Zeit für diesen Roadtrip nehmen. Die etwa 1.300 km sind allerdings auch in sieben Tagen zu bewältigen.

See Ohara, Yoho national park, Kanada

Bildnachweis: istockphoto.com/estivillml

Pazifik-Rundtour auf Vancouver Island

Wer das Meer liebt und Lust hat auf seiner Tour den Pazifik zu entdecken, für den ist der Roadtrip an der Südspitze von Vancouver Island ein echtes Erlebnis. Auch Abenteurer kommen hier voll auf ihre Kosten, denn einige Straßenabschnitte sind steil und die Kurven eng. Ein bisschen Erfahrung beim Fahren dieser Strecken ist hier von Vorteil. Ungeübte Fahrer planen einfach etwas mehr Zeit ein. Auch bei der Auswahl des Wagens sollte man sich vorher genau beraten lassen. Die Herausforderung beim Fahren wird mit sensationellen Ausblicken z. B. im Juan de Fuca Provincial Park belohnt. Auch die Ausblicke auf die Haro-Wasserstraße, die Vancouver Island und die San Juan Islands trennt, und auf die Saanich Halbinsel sind spektakulär.

Wer gern langsam reist, wird auf dieser Route absolut belohnt. Von der Provinzhauptstadt Victoria geht es etwa 45 Minuten lang zum Ort Sooke, dann weiter nach Port Renfew. Hier in der Nähe startet der Westküstenpfad-Wanderweg. Wer Lust hat, plant einen Zwischenstopp ein und erkundet die Strecke zu Fuß.

Mit dem Auto geht es dann weiter zur nächsten Station: das traditionelle Territorium der Lake Cowichan und ihr heutiges Reservat. Insgesamt leben hier nur noch 15 Personen, die das indianische Volk repräsentieren. Geschichtliches zu den Cowichan findet man auch in der Stadt Duncan – die Stadt der Totempfähle. Ziemlich spät, erst in den 80er Jahren wurden die Indianer hier in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Für den Respekt dieser Minderheit gegenüber erschuf Simon Charlie einige der größten Totempfähle Kanadas, die heute das Wahrzeichen der Stadt sind.

Die letzte Station der Rundtour ist die Provinzhauptstadt Victoria. Wer die Stadt entdeckt, wird schnell feststellen, dass viele historische Gebäude, Parks oder Gärten an England erinnern. Wer die Stadt im Juni besucht, sollte nicht das bekannte Jazz-Festival am letzten Wochenende verpassen.

Innere Hafen von Victoria, British Columbia, Kanada.

Bildnachweis: istockphoto.com/bluejayphoto

Auf den Spuren des Goldrausches

Ein Roadtrip der ganz anderen Art ist die Fahrt mit dem Auto auf geschichtlichen Pfaden des Goldrausches. Zwischen 1858 und 1900 zog es mehrere hunderttausend Menschen in den Westen Kanadas, um nach Gold zu suchen. Die Strecke führt von Lillooet nach Barkerville. Die Epoche und den Hauch der vergangenen Zeiten kann man an einigen Streckenabschnitten der Route noch spüren und sich in die Zeit zurückversetzen lassen. Historische Gebäude, eindrucksvolle Landschaften und die berühmte Cariboo Wagon Straße warten auf die Reisenden. Je nach Reisegeschwindigkeit nimmt man sich drei bis sieben Tage für diesen Roadtrip Zeit.

Ausgangspunkt für die Reise ist Lillooet, ein kleiner Ort an der Flussmündung von Seton River und Fraser River. Hier lebten während des Goldrausches bis zu 20.000 Menschen. Von hier aus geht es weiter in den Ort Clinton. Der ursprüngliche Name von Clinton war „47 Mile House“ – welches der Entfernung vom Startpunkt Lillooet entspricht. Weiter geht’s zum „100 Mile House“. In Zeiten des Goldrausches gab es hier neben einer Post auch einen Supermarkt.

Zugbrücke in den Bergen Lillooet

Bildnachweis: istockphoto.com/Alex_533

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