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Winterzeit in Wien: 7 Gründe für einen Besuch

Im Winter zeigt die Stadt ihre kaiserlich-romantische Seite. Gebäude und Statuen tragen weiße Häubchen, Einkaufsstraßen leuchten golden und Musik liegt in der Luft. Familie und Freunde treffen sich am Christkindlmarkt, drehen sich in der Oper oder schlendern durch Ausstellungen und Boutiquen. Mit Schirm, Charme und viel Herz. Servus in Wien!

Anita Arneitz ist eine waschechte Österreicherin. Als freie Journalistin, Buchautorin und Reisebloggerin treibt sie sich in der Welt herum. Der Alpen-Adria-Raum ist ihr Spezialgebiet und gleichzeitig inhaltliches Herzstück ihres Blogs www.anitaaufreisen.at.  

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Winterzeit in Wien ist Christkindlmarkt-Hochsaison

Ab Mitte November ist der Christkindlmarkt Wien offen. Er befindet direkt beim Rathaus und ist mit seinen Lichtern sowie zahlreichen Holzhütten nicht zu übersehen. Es ist der Christkindlmarkt Wien der Größte in der Stadt. Aber nicht der Einzige.

Es gibt über 20 verschiedene Weihnachtsmärkte mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Es ist also für jeden Geschmack und jede Stimmungslage etwas dabei. Trubel und Partylaune herrschen im Prater vor. Rund um das Riesenrad ist ein Wintermarkt aufgebaut, bei dem es jeden Donnerstag, Freitag und Samstag ab 19 Uhr Livekonzerte gibt.

Wer es klassisch mag, geht auf den Altwiener Christkindlmarkt auf der Freyung, zum Schloss Schönbrunn oder auf dem Maria-Theresien-Platz, der zwischen den Zwillingen Naturhistorisches und Kunsthistorisches Museum liegt. Angenehm entspannt und ruhig geht es auf dem Christkindlmarkt am Karlsplatz zu. In den Hütten werden jede Menge Kunst und Handwerk präsentiert, die sich perfekt als Weihnachtsgeschenk eignen.

Feinschmecker treffen sich in der Mahlerstraße oder im Innenhof des Teehauses Haas & Haas. Designfreunde pilgern hingegen auf den Spittelberg. Egal, für welchen Christkindlmarkt man sich entscheidet, ein Glühwein oder ein Punsch ist überall Pflicht. Der wärmt die Hände und macht gesprächig. Kein Wunder, dass Wien im März 2016 von Mercer zum siebenten Mal als lebenswerteste Stadt der Welt ausgezeichnet wurde.

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Bildnachweis: Österreich Werbung – Bartl

Winterzeit in Wien ist Schaufenster-Hopping

Lassen Sie sich auch von der Wiener Weihnachtsbeleuchtung überraschen. Stilgerecht schweben beispielsweise über dem Graben, einer noblen Einkaufsstraße im ersten Bezirk zehn, viereinhalb Meter breite und sechs Meter hoher Luster. Das macht was her.

Genauso prunkvoll geschmückt sind auch die anderen Einkaufsstraßen – angefangen vom Goldenen Quartier, dem Hotspot für Edeldesigner, über die Kärntner Straße und dem Ring bis hin zur Mariahilfer Straße. Fashionistas kommen voll auf ihre Kosten und staunen über die Mode von heimischen Designern wie Lena Hoschek, Ute Ploier, Schella Kann oder Michel Mayer.

Die jungen Kreativen sind im siebten Bezirk anzutreffen. In den Gässchen wird französisches Montmartre-Feeling mit Wiener Gelassenheit und trendigen Hipsterlokalen vermischt. Beim Herumflanieren bleibt eine Einkaufstasche selten alleine und zum Kaffee wird der nächste Shoppingtipp in der Nachbarschaft gleich mit serviert.

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Winterzeit in Wien ist eine rauschende Ballnacht

Irgendwo wird immer getanzt. Zumindest in der Winterzeit in Wien. Allein in den Monaten Januar und Februar finden in der Stadt 450 Bälle statt. Die Palette reicht dabei vom weltweit bekannten Opernball über den klassischen Philharmonikerball, Johann-Strauss-Ball, Kaffeesiederball, Zuckerbäckerball bis hin zu kleinen, feinen Schulbällen. Rein in Anzug und Abendrobe – und heißt es alles Walzer bis in den Morgen!

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Bildnachweis: Österreich Werbung – Diejun

Winterzeit in Wien ist Frühstück mit Eisbär

Einmal den Löwen „Guten Morgen“ sagen und den Zoo für sich alleine haben. Im Tiergarten Schönbrunn geht das. Noch bevor die Türen im Tiergarten Schönbrunn geöffnet werden, dürfen die Teilnehmer des exklusiven Morgenerlebnisses ihr Lieblingstier besuchen und ihm beim Aufwachen zu sehen.

Die Eisbären Lynn und Ranzo sind bei Schnee die Ersten im Freien. Viele Bewohner des Tiergarten Schönbrunn lieben den Winter. Sogar die Geparden flitzen gerne über den weißen Teppich. Andere hingegen vermissen den Sommer, deshalb wird für die Wasserschweine die Fußbodenheizung eingeschalten und für die Zebramangusten die Terrassenstrahler. Während die Pandas den Bambus in sich hinein stopfen, meldet sich auch der menschliche Magen. Ab geht es zum Frühstück in den Kaiserpavillon.

Ein Tipp für Kids: an den Adventsonntagen finden im Tiergarten Schönbrunn kostenlose Kinderführungen statt. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr beim Infocenter Hietzing.

Winterzeit in Wien ist historische Frauenpower

Alle Ausstellungen, Galerien und Museen in der Winterzeit in Wien zu sehen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst für eingefleischte Kunstliebhaber. Doch es gibt ein paar Empfehlungen, die nicht verpasst werden sollten. Das wäre zum Beispiel die Albertina, das Kunsthistorische Museum, das Mumok (Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien) und das Obere Belvedere in Schönbrunn. Hier sind die Großen der Kunst Zuhause.

Tipp: Unbedingt einen Blick in die Sonderprogramme werfen, von Nachtführungen über Kaffee und Kunst bis hin zu Kreativworkshops und Babyführungen ist da einiges Interessantes dabei. Außerdem bieten viele Museen an bestimmten Tagen freien Eintritt.

Ein echter Geheimtipp ist die kaiserliche Wagenburg Wien direkt neben dem Schloss Schönbrunn. Die meisten Touristen laufen daran vorbei. Zugegeben, Wagenburg klingt nicht besonders spannend. Aber Sisi-Fans erfahren hier viel mehr über das Leben der Kaiserin als beim Schlossbesuch, wo sich asiatische Reisegruppen durch die Räume schieben.

Die Wagenburg setzt auf Understatement und Frauenpower. So wird zum 300. Geburtstag von Maria Theresia eine Jubiläumsschau gezeigt, die sich im Hofmobiliendepot Möbel Museum Wien, Schloss Hof und Schloss Niederweiden fortsetzt. Auch in der Nationalbibliothek werden die Leistungen der mächtigsten Frau der Habsburger in de Vordergrund gerückt. Erstaunlich, welche innovativen Ideen die Ladys damals schon umsetzten.

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Bildnachweis: Österreich Werbung – Viennaslide

Winterzeit in Wien ist Keks-Kalorienverbrennung im Freien

Lebkuchen, Sachertorte und Punschkrapfen können sich ganz schön auf die Hüften legen. Aber darauf verzichten? Nein. Lieber die Eislaufschuhe, Langlaufski oder den Schlitten schnappen und ein wenig Bewegung an der frischen Luft machen. Das Praktische daran: Die Wiener müssen dafür nicht mal die Stadt verlassen. Von Jänner bis März wird zwischen Rathaus und Ringstraße ein riesiger Eislaufplatz mit rund 8000 Quadratmeter Fläche aufgebaut. Rundherum gibt es kleine Holzhüttchen mit regionalen Schmankerln.

Skigefahren wird seit über hundert Jahren im 14. Bezirk auf der Hohe-Wand-Wiese. Heute heißt das städtische Skigebiet „High Hills“ und ist mit Schlepplift, Kinderland sowie Skiverleih ausgestattet. Zwar ist die Piste mit 400 Metern nicht besonders lang, der Spaß kommt trotzdem nicht zu kurz. Wenn das Wetter mitspielt und Frau Holle ordentlich die Betten schüttelt, werden auf der Donauinsel sogar Langlaufloipen gespurt.

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Bildnachweis: Österreich Werbung – Wolfgang Zajac

Winterzeit in Wien ist voller Musik

Ab Silvester gibt der Dreivierteltakt den Ton an. Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist immer ausverkauft, doch es gibt genügend andere Alternativen. Auch für Nicht-Klassikfans. An den Wochenenden vor Weihnachten finden im Stephansdom zum Beispiel Konzerte mit dem Wiener Kammer Orchester statt. Im November und Dezember herrschen im MuseumsQuartier die „Winter Sounds“. Eispavillons sind im Innenhof und am Vorplatz aufgebaut, DJs legen auf, Liveacts spielen und die Bäume werden zu künstlerischen Lichtinstallationen.

Im Januar treffen sich die Stars der Alten Musik beim Festival Resonanzen in Wien, während das Raimund Theater wieder mit einer Musical-Weltpremiere aufhorchen lässt. Diesmal wird die Geschichte der Wiener Theaterlegende Schikaneder auf der Bühne gezeigt, der als Erfinder der Zauberflöte gilt. Wer die Kombination von Musical und Mozart mag wird begeistert sein.

Der Abend kann dann in der Albertina Passage bei Livejazz ausklingen. Und nicht vergessen, egal wie spät oder früh es ist, beim Heimgehen wird noch ein Stopp beim Würstelstand eingelegt. Das hat genauso wie die Musik eine lange Tradition und gehört zur Winterzeit in Wien dazu.

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